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Die Ozonröhre

Die Ozonröhre wurde 1857 von Werner von Siemens erfunden und wird daher als “Siemenssche Ozonröhre” bezeichnet. Folgende weitere Leistungen hat Werner von Siemens auf dem Gebiet der Elektrotechnik erbracht:

  • Er versah im Jahr 1842 einen Teelöffel aus Neusilber mit Hilfe des Gleichstromes, der aus Batterien stammte, mit einem Silber- oder Goldüberzug, eine Technik, für die er ein Patent bekam. Er verkaufte sie an Juweliere.
  • Er entwickelte Ende 1846 den elektrischen Zeigertelegraphen mit Selbstunterbrechung.
  • Er erfand 1847 ein Verfahren, das dazu diente, Drähte nahtlos mit Guttapercha zu umhüllen. Bis heute dient es als Grundlage, um isolierte Leitungen und elektrische Kabel herzustellen.
  • Die Ozonröhre entwickelte er 1857, um Trinkwasser mit dem elektrisch erzeugten Ozon zu reinigen.
  • Er formuliert das Gegenstromprinzip ebenfalls 1857.
  • Zwar hat er erst als Dritter das dynamoelektrische Prinzip entdeckt, war aber der erste, der erkannte wie wichtig diese Entdeckung war und voraussagte, dass die elektrische Energie bald alles beherrschen würde.
  • 1866 wurde dann auf der Grundlage des von ihm wissenschaftlich begründeten dynamoelektrischen Prinzips der erste elektrische Generator entwickelt, was die Starkstromtechnik begründete
  • Werner von Siemens, als Entwickler der Ozonröhre, war gleichzeitig Gründer der heutigen Siemens AG und ein Pionier in der Elektrotechnik.

Wie funktioniert eine Ozonröhre?

Die Ozonröhre wird nicht nur benutzt, um Ozon herzustellen, sondern dient auch anderen chemischen Vorgängen.

Die Ozonröhre wird nicht nur benutzt, um Ozon herzustellen, sondern dient auch anderen chemischen Vorgängen.

Eine Ozonröhre ist ein Verbund aus zwei ineinandersteckenden, zusammengeschmolzenen, zylindrischen Glasgefäßen, zwischen denen ein zylindrischer Raum in Ringform liegt, durch den trockene, staubfreie Luft oder Sauerstoff geleitet wird, also ein Gas, das elektrisch behandelt wird. Die innere Röhre der Ozonröhre ist innen mit Metall beschichtet, die äußere außen. Beide werden mit den Polen eines Induktionsapparates verbunden. An einem Ende ist die Röhre außen ausgezogen zu einem dünnen Ansatzrohr, während am anderen Ende der Röhre ein weiteres angelötet ist. Im Gefäß innen kann sich auch eine Füllung aus leitender Flüssigkeit befinden, während die gesamte Ozonröhre in Flüssigkeit getaucht ist. In die Flüssigkeiten wird dann eine Wechselspannung gelegt, so dass die Flüssigkeiten als Elektroden dienen. Ist die Spannung hoch genug, führt das im Gasraum zu einer stillen, elektrischen aus vielen, gleichmäßig verteilten Funken bestehenden Entladung. Die Funken springen dabei von einer Glaswand zur anderen. Sie sind zahlreich und fein, wenn die Glasflächen der Ozonröhre gut isoliert sind, treten sie in geringerer Zahl und dafür kräftig auf, wenn die Glasflächen feucht oder verschmutzt sind können sie dadurch etwas leiten. Bei hoher Stromzufuhr tritt nun Ozon statt Sauerstoff aus. Ozonröhren werden nicht nur benutzt, um Ozon herzustellen, sondern dienen auch bei chemischen Vorgängen anderer Gase.